Manchmal kommt es anders …Waterton Nationalpark und Kälte aus Alaska.

Unser Weg führt uns über den Crowsnest Pass durch die Prärie. Dieser Pass ist eine Reihe kleiner Gemeinden, die Kohleabbau betrieben, das Schwarze Gold Anfang des 20. Jhs., die Eintrittskarte in ein Leben im Wohlstand, förderten.

Leider gelangten diese Gemeinden auch aufgrund tragischer Ereignisse (Minenunglücke) zu Bekanntheit. Insbesondere der spektakuläre Erdrutsch in der Minenstadt Frank. Am 29. April 1903, früh morgens um 4.10 Uhr, stürzten 82 Millionen Tonnen kalksteinbrüche vom Gipfel des Turtle Mountain in die Tiefe und begruben innerhalb 100 Sekunden den gesamten südlichen Teil der schlafenden Gemeinde. Von den 600 Menschen, die dort lebten, wurden ca. 70 Menschen unter den Trümmern begraben. In dem modernen Informationszentrum, das heute direkt am Rand der Unglücksstelle steht, kann man sich exzellent über die damaligen Lebensumstände der Arbeiter im Kohlebergbau und den Umständen, die möglicherweise zu diesem Erdrutsch geführt hatten, Einblick verschaffen. Mich haben die Fotos sehr an meinen Opa erinnert, der exakt zu dieser Zeit als Bergmann im Saarland seinen Lohn erarbeiten musste. Eine schwere Zeit mit harten Arbeitsbedingungen.

Bis heute werden die Hauptursachen des Unglücks diskutiert. Generell handelt es sich an diesem Berg um eine sehr unstabile geologische Struktur. Die extremen Witterungsbedingungen und der unterirdische Abbau trugen zum Unglück bei. Beachtenswert ist, dass First Nation Bewohner dieser Region schon immer die Bewegungen des Berges beobachtet hatten und das Gebiet zur Ansiedlung mieden. Eine Wiederholung der Ereignisse kann im übrigen auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, allerdings steht der Berg unter Beobachtung.

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Nach unserem Besuch hielten wir auf der Weiterfahrt an einem sehr schönen Rastplatz mit Wasserfall und man hält es wirklich nicht für möglich was uns dort passierte. Ein Wagen hält neben uns und ein nettes Paar steigt aus, fragt nach unserem Weg usw. und es stellt sich heraus, dass er in Lahr stationiert war und sie aus der Nähe (Kappel) stammt und mit ihm nach Kanada ausgewandert ist. Wir kamen sofort ins Plaudern und gegenseitige Einladen, eine ganz tolle Begegnung mit Magdalena und Karol. Wir haben auch noch einen netten Unterkunfttip für die Weiterreise erhalten.

Manchmal kommt es anders ...Waterton Nationalpark und Kälte aus Alaska.

Nach einem ausgiebigen Plausch ging es dann weiter zum….

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Manchmal kommt es anders ...Waterton Nationalpark und Kälte aus Alaska.  Schnee und kalter Wind sind inzwischen wieder weg 🙂 und wir brechen am Sonntag Richtung Icefield Parkway und Jasper in die Rockies auf.

Übrigens, mal ganz herzliche Grüße an alle Leser und Daheimgebliebenen!